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KNX Basic Kurs in neu ausgestatteten Räumen

Für Gesellen und Fachkräfte aus dem elektrotechnischen Bereich

Am 16.08.2017 startet in der neu ausgestatteten KNX Schulungsstätte der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) ein KNX Basic Kurs in Vollzeit. Der zertifizierte Lehrgang entspricht den Vorgaben der KNX Association und schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Die Schulung umfasst 40 Unterrichtsstunden und findet in der Zeit vom 16.08 – 19.08.2017 jeweils von 08:00 – 16:00 Uhr statt.

Die zehnstündige Zertifikatsprüfung findet am 26. August 2017 statt. Sie beinhaltet einen theoretischen und praktischen Prüfungsteil. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen unter Weiterbildung, Seminardatenbank, Technische Weiterbildung. Bei Fragen wenden Sie sich an die Weiterbildungsberaterin der HWK, Elke Borowski, Telefon 0681 5809-192, E-Mail: e.borowski@hwk-saarland.de

 

Bestandene Prüfung zur "Q-geprüften Fachkraft für Rauchwarnmelder"

Der Vollzeitlehrgang zur Meistervorbereitung im Elektrotechniker-Handwerk der Saarländischen Meister- und Technikerschule (SMTS) hat erfolgreich am Rauchwarnmelder-Seminar der Landes­innung Saarland der Elektrohandwerke teilgenommen. Alle 21 Teilnehmer haben hierbei die im An­schluss durchgeführte Prüfung zur sogenannten „Q-Geprüften Fachkraft für Rauchwarnmelder“ nach DIN 14676 bestanden.

Auf dem Gebiet der Rauchwarnmelder wurde im Jahr 2011 wegweisend für höhere Sicherheits­standards von Geräten das Qualitätsmerkmal „Q“ eingeführt. Im Herbst 2012 wurde die  novellierte Anwendungsnorm DIN 14676 veröffentlicht, die für die Projektierung, Installation und Instand­haltung eine „Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder“ vorsieht. Dank des zertifizierten Fach­wissens sorgen diese Fachkräfte für ein Höchstmaß an Sicherheit auf einer einheitlichen, normativen Grundlage.

Der Lehrgang wurde durchgeführt von unserem Dozenten und Landesfachbereichsleiter Elektro­technik der Landesinnung Saarland der Elektrohandwerke Herrn Hans-Josef Tonnellier, der zugleich zertifizierter Trainer zur Ausbildung von Q-Geprüften Fachkräften ist.

 

Markus Becker, Lehrgangsleiter

Meisterqualifizierung im Elektrohandwerk mit neuem Konzept

In der beruflichen Praxis sehen sich die Elektrotechniker insbesondere auf dem Gebiet der Gebäudeautomation mit immer anspruchvolleren Aufgaben konfrontiert. Diesen Herausforderungen trägt die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) mit einem neuen Schulungskonzept in der Meisterqualifizierung der Elektrotechniker Rechnung, indem sie das Thema „Gebäudetechnik“ zum Qualifizierungsschwerpunkt erhoben hat.

So lernen die Meisterschüler neben der KNX-Parametrierung in der ETS5 auch die Programmierung des I/O-Systems 750 von Wago kennen. Hierbei handelt es sich um eine freiprogrammierbare Steuerung, die es ermöglicht, diverse Bussysteme unter einem System zusammenführen, darunter KNX, Enocean, DALI usw. Mit dem I/O-System 750 steht auch die IP-Technologie als leistungsfähiges Übertragungsmedium für KNX-Projekte zur Verfügung, inkl. Schnittstellen ins Internet oder zu mobilen Anwendungen.

Im Meisterprüfungsprojekt wird als aktueller Standard der Gebäudeautomation das KNX-System mit den logischen Funktionen einer SPS-Steuerung verbunden. Daraus ergeben sich Aufgabenstellungen in Bezug auf eine KNX-Anlage, eine eigenständige SPS-Funktion oder eine Verknüpfung beider Systeme.

Die praktische Übung besteht aus dem Aufbau eines Schaltschrankes inklusive der I/O-Steuerung sowie den entsprechenden Schaltgeräten. Außerhalb des Schaltschrankes befindet sich eine Montagewand, an welcher sich die Befehls- und Meldegeräte sowie die KNX-Feldgeräte befinden. Die Prüflinge erstellen im ersten Schritt die Verdrahtung des Schaltschrankes sowie die Installation an der Montagewand. Im Anschluss daran nehmen sie die Anlage in Betrieb. Hierbei wird die Wago-Steuerung mit der Codesys-Entwicklungsumgebung nach IEC 61131 programmiert. Die KNX-Geräte müssen mit der ETS5 parametriert werden. Die besondere Herausforderung liegt in der Konfiguration der Steuerung sowie in der Verknüpfung der beiden Software-Systeme.

Im Rahmen der fachpraktischen Prüfung gab es bisher zum Thema Gebäudeautomation verschiedene Aufgabenstellungen. So mussten die Teilnehmer beispielsweise ein Wohnhaus automatisieren. Hierzu zählten u.a. auch die Ausstattung des Gebäudes mit einer schalt- und dimmbaren Beleuchtung sowie einer Beschattungssteuerung mit Jalousie bzw. Rollladen. Eine Motoransteuerung sowie eine u. a. als Temperaturüberwachung ausgeführte Analogwertverarbeitung wurden mit der SPS-Applikation gelöst. Ebenso sollten die Prüflinge eine Zentralsteuerung sowie zeitgesteuerte Befehle realisieren.

Zur Beobachtung und Steuerung der Anlage galt es mit der Codesys-Webvisualisierung eine ansprechende Visualisierungsoberfläche zu erstellen, welche sowohl lokal wie auch über Internet weltweit zu bedienen ist.

Den hier vorgestellten Inhalten zum Teil I der Meisterprüfung  - der Fachpraxis - geht die Vermittlung der fachtheoretischen Kenntnisse im Teil II voraus, wobei beide Teile mit einander verknüpft sind und sich ergänzen. Der Teil II umfasst die Themen Elektro-, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Auftragsabwicklung sowie Betriebsführung und Betriebsorganisation. Der Themenbereich Elektrotechnik vermittelt den angehenden Meistern fachspezifischen Kenntnisse, um Kundenanforderungen zu analysieren und gemäß diesen Anforderungen technische Lösungen unter Berücksichtigung von sicherheits- und gesundheitsrelevanten Vorsorgemaßnahmen zu finden und zu realisieren. Hierzu gehören u.a. Entwurf, Entwicklung und Berechnung von elektrischen und elektronischen Schaltungen, die computergestützte Erstellung von Schaltungsunterlagen sowie die Auswahl der entsprechenden Materialien. Im Fach Auftragsabwicklung erwerben die Meisterschüler alle notwendigen Kenntnisse, um einen Auftrag sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich durchführen zu können. Die Auswertung von Auftragsunterlagen, die damit einhergehende Planung von Material- Geräte- und Personaleinsatz, die Analyse von Genehmigungserfordernissen sowie  die Durchführung der Vor- und Nachkalkulation sind u.a. hier die Schwerpunkte. Nicht zuletzt steht auch das Thema Betriebsführung und -organisation auf dem Stundenplan. Preiskalkulation, Berechnung der Stundenverrechnungssätze, Ermittlung betrieblicher Kennzahlen werden hier ebenso thematisiert wie die Planung der Geschäftsfeldentwicklung auf der Grundlage der technischen Neuerungen und der Gegebenheiten des Marktes. Darüber hinaus befassen sich die Teilnehmer/innen mit Personalentwicklungs- und –führungskonzepten, betrieblichem Qualitätsmanagement, Marketingmaßnahmen zur Kundengewinnung und Kundenpflege sowie den betrieblichen Einsatzmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationssystemen.

Detaillierte Informationen zur Meisterausbildung und Meisterprüfung finden Interessentinnen und Interessenten im Internet unter www.hwk-saarland.de, Für technische Fragen steht Ihnen Herr Christoph Erdel unter 0681 5809-154 zur Verfügung. E-Mail: c.erdel@hwk-saarland.de

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